Vorüberlegungen

Unser Haus soll nicht nur der Familie ein gutes Zuhause sein, es soll auch als wesentliche Stütze der Altersvorsorge dienen.

Aus diesem Grund ist die Wahl des richtigen Grundstücks bzw. der Lage entscheidend. Teilweise verschenken kleinere Dörfer Bauland, um Neubürger zu gewinnen. Das mag unter dem Aspekt geringer Sofortkosten interessant sein, jedoch stehen die täglichen Wege und die benötigte Zeit zur Arbeit, Kindergarten, Schule, Einkaufen, Sport, Arzt, etc. dagegen.

Darüber hinaus ist in Ballungsräumen auch der Wiederverkaufswert deutlich höher zu erwarten.

In unserem Fall haben wir einen guten Kompromiss gefunden, auch weil die Stadt einen Kinderrabatt beim Grundstückskauf gewährte.

Die zweite wichtige Überlegung bezieht sich auf die Nebenkosten. Hier stellt sich die Frage – worauf kann ich Einfluss nehmen und wovon bin ich abhängig?

Im Detail: Bin ich HEUTE von Öl, Gas, Strom und Benzin noch abhängig oder gibt es Alternativen?



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Einsparmaßnahmen am Haus

Die Erhöhung der Grundsteuer von 320% auf 460% (Hebesatz) ist extrem, auch ärgerlich, aber gehört zu den Posten, auf die wir keinen Einfluss haben.

Wohl aber habe ich Einfluss auf die Abwassergebühr bzw. auf die Gebühr für versiegelte Flächen. Hier haben wir eine Zisterne mit Rigolenüberlauf verbaut und unser Hof ist mit versickerungsfähigem Ökopflaster gelegt.

Dies führt dazu, dass wir überhaupt keine versiegelten Flächen haben und diese stetig steigende Gebühr nicht entrichten müssen.

Derzeit sind die Kosten für Trinkwasser überschaubar, jedoch wird auch an dieser Schraube gedreht werden. Durch den Einsatz eines Hauswasserwerks, welches Waschmaschine und Toiletten speist, haben wir unseren Verbrauch auf deutlich unter 2m²/Monat dauerhaft reduziert.



Heizkosten werden immer entstehen. Wir haben uns gegen fossile Brennstoffe entschieden – auch wenn die Anlagen in der Anschaffung um einiges günstiger sind. Auch hier liegt die Priorität auf der monatlichen Belastung. Auf Grund der regionalen Gegebenheiten war es bei uns möglich, eine Grundwasserwärmepumpe einzubauen. Hier werden zwei Brunnen gebohrt, welche das Grundwasser fördern und wieder versickern. Dazwischen sitzt der Konverter, welcher sich der Wärmeenergie des Wassers bedient. Ein relativ einfaches, wartungsarmes Prinzip. Der Vorteil gegenüber einer Luftwasserwärmepumpe besteht darin, dass das Grundwasser immer die gleiche Temperatur aufweist und nicht den Schwankungen der Außenluft über das Jahr unterliegt.

In Verbindung mit einem effizienten Ziegelstein als Außenhaut erreichen wir einen Durchschnittsverbrauch von 300kw/h im Monat. Dies entspricht monatlichen Stromkosten für Heizung und Warmwasser von nur 75€ bei 185m² beheizter Fläche.

Dank des Eigenverbrauchs unseres Photovoltaikstroms müssen wir nur wenig Ökostrom vom Energieversorger zukaufen. Das schlägt lediglich mit 30€ Monat zu buche. Bei 170€ im Monat, die wir für unsere Einspeisung ins öffentliche Netz erhalten, sind wir letztlich deutlich im Plus.

Um jetzt die rasant steigenden Stromkosten im Griff zu halten, haben wir eine Photovoltaikanlage installiert, welche mit 7.200kWh/Jahr den gesamten Strombedarf decken würde.



Hier ist fairerweise darauf hinzuweisen, dass wir das öffentliche Stromnetz als Pufferspeicher nutzen. Mittelfristig werden wir als Akkuspeicher jedoch nicht auf einen im Keller fest verbauten Speicher zurück greifen, sondern unser Elektroauto als Speicher nutzen.

Einige namhafte Hersteller bieten die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens bereits an. Hier wird der Akkuspeicher des Elektroautos von der Sonne über die Photovoltaikanlage geladen. Dieser gepufferte Strom kann dann, wenn die Sonne nicht scheint wieder ins Haus abgegeben werden, so dass im günstigsten Fall kein Strom mehr zugekauft werden muss. Dabei bleibt im Auto auf jeden Fall noch genug Energie, um die täglichen Wege zu erledigen.

CO² Emission zu vermeiden - immerhin 5,3t/Jahr - ist für zwar wichtig, aber bei einem Einfamilienhaus nur als Nebeneffekt anzusehen. Wir wollen hier Ideen liefern, wie eine finanzielle Einsparung möglich sein kann.

Aus diesem Grund liefern wir unseren selbst produzierten Strom, abzüglich dem sofort live verbrauchten Strom, an die Stadtwerke.

Für unseren Strombezug haben wir einen normalen Hausstromzähler, für die Heizung einen Wärmepumpenzähler mit Tag/Nacht-Tarif.

Etwas umständlich, aber günstig. Durch die Einspeisevergütung wird jedenfalls ein höherer Ertrag generiert, als die monatliche Belastung.

Details, Konditionen und Tarife erfragen Sie bitte per Mail.


wie Finanzieren?

Wer baut hat Geld - Falsch! Große Mengen Bargeld helfen zwar, waren bei uns aber nicht vorhanden.

Wenn wir die Kaltmiete, die Nebenkosten und den Aufwand für die Altersversorgung zusammen nehmen und gegen die monatliche Belastung eines Hauses stellen, wird schnell klar, dass bei der derzeitigen Zinssituation ein Hausbau Sinn macht.

Um nun die dauerhafte (meistens um die 30Jahre) Finanzierung des Bauprojekts zu gewährleisten, bedarf es einerseits der Kenntnis über die eigenen Mittel, zum anderen muss der Bedarf feststehen, den das Projekt benötigt.

Möglichst unter Ausschluss der Unbekannten.

Natürlich ist dies nicht vollständig möglich. Hier ist es wichtig vorausschauend zu planen und auch noch Reserven zu haben.

Wichtig ist auch die Kenntnis über staatliche Fördermittel. Hier gibt er Programme des Bundes, der Länder und der Kommunen. Ebenso sollte man die Aktionen der Hersteller im Auge haben, auch dort sind Ersparnisse möglich. Vergünstigte Kredite, Steuerliche Vorteile, Rabatte und Barprämien sind möglich. Diese ständig wechselnden Programme führen wir hier nicht auf - es soll lediglich darauf hingewiesen sein.

Durch das derzeit historisch günstige Zinsniveau haben wir uns dazu entschlossen, langfristig und konservativ zu finanzieren. Wir decken quasi den Mehrbedarf für die oben beschriebene Effizienz durch die dadurch monatlich entstandene Einsparung.

In überschaubarer Zeit ist dieser Mehrbedarf getilgt, die Vorteile der geringen Nebenkosten bleiben uns aber natürlich erhalten.

Hier muss jeder für seinen Fall prüfen, wie sich die monatliche Einsparung zu den Mehrkosten verhält. Manchmal können 20.000€ Mehrkosten über die Laufzeit am Ende eine hohe Ersparnis bedeuten. Vor allem dann, wenn es um Abhängigkeiten geht, die nicht beeinflussbar sind.

Wünschen Sie Informationen und Erfahrungen zu Banken oder Finanzierungsberatern wenden Sie sich bitte per Mail an uns.